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Bundesweiter Flashmob für ein gutes Bundesteilhabegesetz

Unbenannt

Wann? am 21. April 2016 um fünf vor 12 (11:55 Uhr)! Bitte sei pünktlich!
Wo? Bundesweit! Für Berlin: Weltzeituhr am Alexanderplatz
Wie? Bringt möglichst Wecker, Eieruhren oder eure Handys mit entsprechenden Weckgeräuschen mit. Andere laute Gegenstände wie Topfdeckel, Rasseln usw. sind auch willkommen.
Diese wollen wir gemeinsam gleichzeitig klingeln lassen! Die Bundesregierung soll endlich aufwachen! Wir wollen ein gutes Bundesteilhabegesetz – und zwar jetzt!
Warum? Wir fordern:
– die volle Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen im Rahmen des versprochenen Bundesteilhabegesetzes!
– Gewährung von Unterstützung bei Teilhabe, Assistenz und Pflege unabhängig von Einkommen und Vermögen des Menschen mit Behinderung und deren Partner*innen! Macht uns nicht weiter arm!
– Unterstützung müssen individuell statt in aussondernden Einrichtungen geleistet werden!

Wer? Alle Menschen! Bringt Freund*innen, Familie, Bekannte, Nachbar*innen, Kolleg*innen, Unterstützer*innen und viele mehr mit!

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Pressemitteilung vom 19.04.2016 Behinderte Menschen wecken die Bundesregierung

Silvesterurlaub in Heringsdorf

Vom 28.12 bis 03.01.2016 habe ich mit meinen lieben Freunden auf Usedom einen wunderschönen Silvesterurlaub verlebt.

Die Reise ging für Hanna und mich sehr spannend los, da mal wieder alle Aufzüge am Gesundbrunnen defekt waren … also musste ein Plan B her, dieser hieß auf nach Bernau. Leider dauerte die S-Bahn fahrt 27Minuten und wir hatten dann schon 10:30uhr und der Zug sollte 10:54uhr in Bernau ankommen – eigentlich ein Kampf gegen die Zeit.

Aber dank Anna, Freddy und Tini, welche den Schaffner überzeugten auf uns zu warten, haben auch wir den Zug bekommen. 🙂

Irgendwie hatten sehr viele Menschen die Idee an die Ostsee zu fahren – es war sehr sehr voll! Egal, wir fanden einen Platz und mit quatschen, essen, schlafen und chillen verging die Fahrt, in der Regionalbahn, wie im Flug.

Gegen 14:30Uhr sind wir dann im Ostseebad Bansin angekommen und mussten noch ca. 30minuten bis zu unserer Ferienwohnung laufen. Wir waren im Seminarhaus Brainstorm vom DRK – hatten 2 Wohnungen für jeweils 4 Personen mit einer ebenerdigen Dusche und 2 Schlafzimmern (die Bilder sind von mir)! Gleich kommen bessere!!!

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Als wir angekommen waren packten wir erstmal schnell aus, bevor uns die Rezeptionistin unsere Kurabgaben abnahm und wir dann unsere Karten bekommen haben.

Um den Urlaub gebührend zu beginnen gab es erstmal eine Flasche Sekt :-). Danach sind Tini, Anna und ich erstmal Einkaufen gegangen – es musste Verpflegung fürs Frühstück her.

Nachdem wir zurück waren sind wir alle zusammen in einem Griechischen Restaurant, Athen, essen gewesen, ich sage euch dies war eine logistische Herausforderung mit 4 Rollifahrerinnen, aber das Personal war nach anfänglicher Skepsis sehr entspannt und das essen war wirklich gut.

Den ersten Abend ließen wir dann ganz entspannt und gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen haben Anna und Freddy mit Robert und Anna ein schönes Frühstück gezaubert zu welchen Tini netterweise die Brötchen holte.

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir zur Seebrücke Heringsdorf spaziert – die Promenade ist echt super – auf der Seebrücke haben wir dann feststellen müssen, dass wir tatsächlich Winter haben – es war ein Eisiger Wind – also musste erstmal innere wärme her und wir gönnten uns einen Glühwein!

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Am Abend haben wir uns dann noch mit einer Runde Tabu spielen bespaßt.

Am nächsten Tag sind wir mit der barrierefreien Usedomer Bäder Bahn nach Swinemünde, Polen, gefahren. Hier haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht und sind dann Gulaschsuppe essen gegangen – da uns ab jetzt minus Temperaturen begleiteten mussten wir ganz viel Warmes trinken – manche auch mit Schuss J.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof haben wir uns leider etwas verlaufen, sodass wir noch die Hochhaussiedlung von Swinemünde kennenlernten und natürlich unseren Zug verpassten. Bei Hanna war Assistentinnen wechsel, die liebe Maike musste uns verlassen und es kam Jasmin neu in unsere kleine feine Reisegruppe dazu.

 

Heute ist Silvester, also ging der Tag sehr entspannt mit einem netten Frühstück los und dann ging jeder nochmal der „Menschlichen Sucht“ nach – ins Internet – leider hatten wir mega schlechten Internet und Telefonempfang – nur im Seminarraum ging es super.

Danach sind Anna und Freddy noch bekannte besuchen gegangen Hanna und ich haben uns getrennt auf einen kleinen Spaziergang gemacht – Tini und ich haben dabei noch ein Restaurant für Neujahr klar gemacht und dann ging es an einen netten kleinen Glühweinstand mit Lagerfeuer. 🙂

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Dann war schon zeit sich für die Silvesterparty fein zu machen – wir hatten unser Raclette dabei und Tini hat sogar an Deko gedacht – so aßen, tranken und quatschten wir und die Zeit bis 24Uhr verging im Flug.

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Wir haben uns das Feuerwerk am Strand angeschaut – links von uns gab es ein gesteuertes Feuerwerk von der Seebrücke Bansin und rechts von uns von der Seebrücke Heringsdorf. Ein paar Menschen haben dann noch ein eigenes kleines Feuerwerk gemacht – aber alles ganz entspannt.

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Am nächsten Morgen war ausschlafen angesagt und dann gab es noch einen kleinen Spaziergang am Meer, am Abend sind wir dann noch mexikanisch essen gegangen – nicht ganz so mein fall 🙂

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Für unseren letzten Tag am winterlichen Meer hatten wir noch eine kleine Weltreise vor – bei     minus 8 grad! Wir sind 4Km nach Ahlbeck gelaufen um die Weltberühmte Seebrücke zu besuchen! Auf dem weg mussten wir uns kurz Aufwärmen mit einem kleinen aber feinen Heißgetränk! Dort angekommen mussten die meisten von uns der Kälte kapitulieren und sind nicht weiter auf der Seebrücke gefahren – es tat einfach sooooooooooooooooo toll weh die Kälte. Aber die Hanna und Jasmin haben es durchgezogen und haben bis zum Ende durchgehalten. Leider konnten wir uns nicht im Restaurant auf der Seebrücke aufwärmen, da es nur Stufen gab.

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Also ging es dann doch recht zügig zurück – hier hieß es erstmal auftauen für uns alle. Den letzten Abend haben wir dann gekocht und langsam angefangen unsere Sachen zu packen.

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Am letzten Tag haben wir noch gemütlich zusammen gefrühstückt und haben dann die Wohnungen auf Vordermann gebracht bevor es dann 12:30Uhr zum Zug ging!

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Diesmal sind wir auch alle pünktlich am Zug gewesen – ja auch ich habe es geschafft 😉

Wir waren dann schon 1Stunde draußen  und deshalb total durchgefroren, da half nur noch …

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Da es für Hanna und mich viel schneller und einfacher war am Gesundbrunnen auszusteigen, fragten wir den Schaffner ob er uns sagen könne, ob alle Aufzüge am Gesundbrunnen gehen würden, sein System sagte ja – also verabschiedeten wir uns vom Rest und stiegen aus…

Unglücklicherweise!!!! Der Aufzug war defekt – in Berlin waren es minus 10grad und wir mussten jetzt 30minuten auf dem Gleis warten bis eine neue Regionalbahn kam … Tini versuchte mit dem Servicepersonal eine andere schnellere Lösung zu finden, diese waren aber unproduktiv und sie halfen uns kein bisschen – danke Deutsche Bahn, du und dein Service!

Mit 2 Stunden Verspätung waren auch wir dann endlich zu Hause.

Aber nicht das ihr jetzt denkt das hätte einen negativen Eindruck vom Urlaub hinterlassen, nein ganz und gar nicht – es war echt schön und ich würde jederzeit wieder mit euch Reisen nur vielleicht beim nächsten Mal im Sommer.

Danke an euch alle!

P.s Robert der einzige Mann auf der Reise hat das echt gut durchgehalten mit 7Frauen – mein Respekt!!!

 

Alle Fotos habe ich dank Jasmin erhalten – danke dafür!!!

#jennyunterwegs für ein gutes Bundesteilhabegesetz

Lieblings Freunde, lieblings Menschen da draußen,
eine Online Unterschrift für die Petition für ein gutes Teilhabegesetz wäre grandios. Wir Menschen mit Behinderung fordern ein gutes Bundesteilhabegesetz u.a. soll es endlich eine Vermögens und Einkommensunabhängige Assistenz geben.
Wir dürfen nur 2600Euro sparen und einen verdienst vom doppeltern Harz 4 Satz plus Warmmiete haben.
Dies gehört abgeschafft!!!
Also teilen und Unterschreiben:

Video mit Jenny Bießmann Für ein gutes Bundesteilhabegesetz

Das Video ist im Rahmen des NITSA Strategiewochenende enstanden, Danke an Andi Weiland, für das Aufnehmen – Schneiden und veröffentlichen, von den Sozialhelden

 

#jennyunterwegs in Barcelona

Am Dienstag den 29.9 habe ich meinen Urlaub begonnen, um 6:39Uhr bin ich in den Zug nach München gestiegen und super pünktlich um 12:47Uhr angekommen. Ein sehr netter Bahnmitarbeiter hat mich aus dem Zug geholt und mir einen „schönen Aufenthalt und ein Herzliches Willkommen in München gewünscht“. Sowas bin ich sonst gar nicht gewöhnt.

Sophia erwartete mich schon, endlich sehen wir uns mal wieder – wir hatten natürlich ganz viel zu quatschen auf dem Weg zum Flughafen.

Dort angekommen mussten wir erstmal Mittag essen, da unser Flieger auch erst 16Uhr ging war dies gar kein Stress. Dann haben wir gemütlich eingecheckt bei Vueling! Ich kann es nur empfehlen, ich habe einmal bei der Buchung angeklickt das ich Rollinutzerin bin und das war es, am Check in konnten wir sogar noch ein Gepäckstück kostenlos aufgeben!!!

Zum Flieger begleiteten uns 2 Männer vom Mobility Service München, welche mich dann auch umsetzten und meinen Rolli sicher verladen haben. Beide waren sehr nett und freundlich – auf dem Weg zum Flieger sah einer meiner Homepage auf dem Rolli und verabschiedete sich von mir mit: „schönen Urlaub, Jenny“!

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Pünktlich sind wir nach 2 Stunden Flug in Barcelona gelandet – es gab dann noch ein bisschen Herzklopfen meinerseits, da mein Rolli nicht kam und uns dann gesagt wurde das er nicht zu schieben sei, elektrisch, ja natürlich nicht ich muss ihn ja vom Strom entfernen. Sophia erklärte ihnen dann wie man ihn schieben muss – erfolglos da sie ihn unbedingt elektrisch fahren wollten. Daraufhin hab ich dann darum gebeten das Sophia mit runter zum entladen darf um den Rolli umzustellen, der Pilot ermöglichte dies dann auch. Nach ca. 30minuten kam mein kleiner geliebter Rolli dann endlich bei mir an.

Wir sind dann schnell meinen Rucksack holen gegangen und raus zum Aerobus (wo ich mit einer elektrischen Rampe problemlos reingekommen bin), welcher uns bis zum Placa de Catalunya fuhr, von hier sind wir ca. 40minuten bis zum Hotel „Pol and Grace“ gelaufen, wo wir dann gegen 20Uhr angekommen sind. Nachdem wir eingecheckt haben sind wir direkt essen gegangen – wir waren mega hungrig.

Also sind wir in der Nähe des Hotels in ein kleines Tapas Restaurant und haben den Abend nett ausklingen lassen. Kaputt und müde sind wir dann zurück haben unser Zimmer bestaunt – mit barrierefreiem Bad aber leider ohne Stuhl/ Sitz in der Dusche und sind ins Bett gefallen.

Der nächste Tag erwartete uns leider mit viel Regen, deshalb haben wir erstmal ausgeschlafen sind dann gemütlich Frühstücken gegangen und spazierten dann zur Sagrada Familia – hier haben wir eine sehr schöne Audio Guide Führung gemacht und viel über das Bauwerk erfahren – ich kann dies nur empfehlen. Rollifahrer_innen kommen mit Begleitung kostenlos rein.

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Da es einfach nicht aufhören wollte zu regnen haben wir einen kleinen Mittagsimbiss eingenommen und sind dann zum Nationalpalast am Fuße des Montjuic gefahren – die U Bahn Linie ist super barrierefrei. Dann mussten wir noch ein gutes Stück laufen – sehr weit den Berg hoch – wir wurden mit einen Traumhaften Blick belohnt und einer schönen Ausstellung im Museu Nacional d’Art de Catalunya!

Am Abend hörte dann der Regen endlich auf und wir gingen lecker Paella essen am Placa real im Ambos Mundos – ich kann dies echt nur weiterempfehlen – es gab sogar ein Rolli WC.

Heute haben wir unser Frühstück bei einem kleinen Bäcker ganz in der Nähe eingenommen und machten uns dann direkt zu einem schönen Stadtspaziergang auf – wir liefen durch kleine gemütliche Straßen, sahen viele Kirchen und echt nette kleine ecken.

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Da heute die Sonne schien mussten wir natürlich auch ans Meer, hier haben wir die Sonne genossen bei einem Gläschen Sangria. Davor wollten wir noch am Hafen Seilbahn fahren, da ich dazu aber in einen anderen Rolli gemusst hätte und ich dann einfach zu weit unten saß, wodurch ich nichts mehr gesehen hätte haben wir dies gelassen.

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Wir sind dann noch mal Tapas essen gegangen und haben Sangria getrunken, da es wieder anfing zu regnen mussten wir noch mehr Sangria trinken – und sind dann gegen Mitternacht fast im trocknen im Hotel angekommen.

Der Vorletzte Tag empfing uns auch mit Sonnenschein pur, also mussten wir auch draußen Frühstücken bevor wir zum Park Güell, welcher UNESCO Weltkulturerbe ist, gewandert sind. Dieser Berg hat sich echt gelohnt – auch wenn hier echt viele Touris unterwegs waren. Wir hatten einen tollen Blick über Barcelona zum Hafen und spazierten gemütlich durch den Park.

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Zum Nachmittag hin sind wir dann auf den Ramblas zum Strand gelaufen und haben uns dort am Strand die Sonne ins Gesicht scheinen lassen – das tat echt gut.

Am Abend haben wir noch ganz lecker Fisch gegessen und natürlich, klar was auch sonst, Sangria getrunken.

 

Da unser Flug schon morgens um 7Uhr ging fragten wir am Abend noch an der Rezeption ob gegen 5Uhr schon die U-Bahnen fahren, damit wir zum Placa de Catalunya kommen, wo wir in den Aerobus mussten um zum Flughafen zu kommen. Dies wurde verneint, also wurde ein Taxi für uns bestellt – dies ging problemlos – Hallo Deutschland, warum geht das hier nicht?

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Ich muss sowieso sagen die ganze Stadt ist super barrierefrei.

Morgens um 5:15Uhr wurden wir am Hotel abgeholt, zum Glück, da es regnete was vom Himmel runter wollte und Blitz und Donner war. Am Flughafen angekommen checkten wir ein, Vueling hat extra einen Schalter für Rollifahrer_innen und einen extra Eingang zum Sicherheitscheck – also nix mit langen Wartezeiten. Aufgrund des Unwetters hatte unser Flug eine gute Stunde Verspätung.

In München angekommen ging es schnell zum HBF da ich von hier weiter nach Ulm musste um in Urlaub 2 zu starten – davon bald mehr.

Ich hatte eine ganz tolle Zeit in Barcelona, danke liebe Sophia – mit dir machen Reisen einfach spaß.

#jennyunterwegs für ein aktives NITSA

Ich war am Wochenende weit weit weg von Berlin – in Lobbach, ganz in der Nähe von Heidelberg. Natürlich bin ich mit der Deutschen Bahn zu meinem Ziel gekommen, naja zumindest fast. Ich bin von Berlin nach Mannheim, hier in die S-Bahn nach Neckargemünd und ab hier wurde es spannend. Der Bus fährt nur alle 60Minuten nach Lobbach, also mussten wir warten, ganze 27Minuten.

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Dann endlich kam unser Bus, welcher aber nicht bis an unser Ziel fuhr – warum auch immer – laut Fahrplan sollte er dies.
Aber da wir den nettesten Busfahrer der Welt hatten, fuhr er uns nach seiner Tour noch direkt an unser Ziel – Zur Manfred Sauer Stiftung. Nach 8 Stunden reiserei sind wir endlich angekommen. Wir bezogen unseren komplett Barrierefreien Pavillon, mit Pflegebetten.

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Nach etwas Erholung sind wir dann zum Abendessen und haben die anderen Teilnehmer_innen vom Strategiewochenende von NITSA (Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz) kennengelernt. Eine nette kreative Truppe hat sich hier eingefunden.
Am Samstag ging es gegen 10Uhr los mit einem Input von Ottmar Miles Paul zum Thema Bundesteilhabegesetz. Nach dem Mittag haben Raul und Andi von den Sozialhelden etwas von ihrer kreativen Arbeit vorgestellt und wie NITSA sich davon etwas zu eigen machen kann. Nach einem langen Tag voller Kreativität und Input haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Am Sonntagmorgen gab es dann noch ein Treffen wo Aufgaben verteilt wurden und ein Brainstorming für neue Aktivitäten stattfand. Danach stand noch ein offizieller Teil auf der Agenda, die Mitgliederversammlung.
Gegen 15Uhr war dann Abreise, ich wurde netterweise von Corina mit nach Neckargemünd genommen, da sonntags einfach keine Busse fahren!
Unsere Reise endete dann 22:30Uhr in Berlin.

Es war ein kreatives Wochenende, mit vielen sehr netten Menschen – ich bin definitiv beim nächsten Treffen dabei.

Hier noch ein kleiner Bericht über das Treffen auf Kobinet!

Ärger mit der Mobilitätszentrale

Liebe Mitarbeiterinnen von der Mobiltätszentrale, wenn Sie mich schon als „blöde Kuh“ bezeichnen, nach dem Anruf, welchen ich nur per MB annehmen konnte, solltet ihr auch auf darauf achten das ihr auflegt.

 

Natürlich ist diese Mail schon an die Antidiskriminierungsstelle und an Frau Engel-Kuhn gegangen:

Sehr geehrte Frau Engel-Kuhn,
ich muss mich leider über eine Ihrer Mitarbeiter_innen in der
Mobilitätszentrale beschweren.
Ich möchte seit geraumer Zeit eine Fahrt von Eisenach nach Berlin am
Sonntag 13.09.2015 um 19:22uhr anmelden. Mir wurde sehr schnell gesagt
das der Rollstuhlplatz von Leipzig nach Berlin besetzt sei. Ich habe ein
Zuggebundenes Ticket und fahre diese Strecke alle 4-6Wochen, also
versuchte ich natürlich definitiv diesen Zug zu bekommen – erfolglos.
Als ich gestern in Eisenach angekommen bin, habe ich eine Dame von der
Bahn gebeten sich nochmal für mich zu informieren, ob wirklich alle
Plätze für Rollstuhlfahrer_innen belegt seien – dies tat sie auch.
Ich bekam um 16:20Uhr eine Mail von der MSZ, wo abermals eine andere
Verbindung vorgeschlagen wurde.
Um 16:33Uhr bekam ich einen Anruf von der MSZ, welchen ich nicht
annehmen konnte. Meine Mailbox ging dran – die Dame, welche anrief hatte
damit wahrscheinlich nicht gerechnet und sagte: „Dumme Kuh“, „dann hat
sie halt pech gehabt“. (dies hab ich natürlich noch auf meiner Mailbox,
falls Sie einen Beweis benötigen).
Ich lass mich von niemanden als „dumme Kuh“ bezeichnen, ich habe kein
böses Wort verloren möchte nur meinen Umstieg in Leipzig haben – ich
habe nur Mails diesbezüglich geschrieben!
Leider kann ich Ihnen keinen Namen nennen, jedoch hoffe ich das Sie die
betreffende Person finden und mit ihr sprechen bzw. Maßnahmen ergreifen
das so etwas nicht wieder vorkommt.
Ich freue mich von Ihnen zu hören,

#jennyunterwegs Mal kurz zur Ilmtaufe nach Weimar

Am Wochenende war ich zur Ilmtaufe vom kleinen Oskar eingeladen, natürlich konnte mich nichts aufhalten und die Reise ging nach Weimar.

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Am Freitag haben wir einen gemütlichen Stadtbummel gemacht und dabei entdeckt das Weinfest ist, natürlich mussten wir da kurz vorbei schauen, bevor es zum Chinesischen Buffet ging.

Da Oskar noch ein ganz kleiner Schatz ist, mussten die Eltern früh nach Hause, also auch ein Grund für mich und Marius einen ruhigen Abend im Hostel A&O zu machen.

Am nächsten Morgen ging unsere Reise dann in den Garten von Oskars Eltern, hier fand auch die Ilmtaufe statt – Oskar darf später natürlich selber entscheiden ob er getauft werden möchte – Mama findet es nur toll einen Anlass zu haben sich jährlich zu treffen – also hat es sich angeboten das ganze Ilmtaufe zu nennen, da die Ilm durch den Garten fließt.

Es wurde nett gegrillt – natürlich Thüringer Bratwürste und Kartoffelsalat.

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Am Abend sind Marius und ich noch zum Weinfest, um Bier zu trinken 🙂

 

Heute am Sonntag sind wir dann noch nett ausgiebig frühstücken gewesen und dann haben wir uns gegen 14Uhr verabschiedet.

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Auf ein baldiges Wiedersehen meine lieben!

#jennyunterwegs auf den Toten Hosen Konzert in Leipzig – ÜBERGLÜCKLICH

Ich war auf dem Konzert meiner absoluten Lieblingsband, „Die Toten Hosen“, hier bin ich schon 20Jahre FAN!!! Sie haben in Leipzig auf der Festwiese vor 70.000Menschen gespielt.

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Ich bin am Samstag Mittag nach Leipzig gefahren und war dann 14Uhr am HBF – ich habe noch kurz meiner Cousine, welche auch mit Freunden zu den Konzert gefahren ist, „Hallo“ gesagt und habe mich dann direkt auf den Weg zur Festwiese gemacht. Gegen 15Uhr waren wir dann am Haupteingang – nur hier ging es mit Rolli rein! Ich suchte kurz nach einen behindertengerechten Eingang in der Menschenmenge – erfolglos. Deshalb habe ich mich an einen Security Menschen Gewand, welcher mir dann sagte ich müsse mich in der Menge anstellen – PANIK! Der Eingang ging durch enge Absperrungen, deshalb wollte ich mich da in keinem Fall durchdrängeln, also sagte ich ihn, dass dies nicht gehen würde. Er sagte es geht nur darein, deshalb hat dann meine Assistentin Tini auch nochmal bekräftigt wie Gefährlich das ist wenn jemand über meinen Rolli stürzt. Nach ein bisschen gut zu reden hat er sich nochmal erkundigt und wir wurden durch einen extra Eingang auf die Wiese gelassen – wir waren mit die ersten auf dem Gelände. Nichts wie die Rollibühne suchen und nie wieder weg lautete dann das Motto.

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Wir hatten einen super Platz – Sonne pur und einen tollen Ausblick auf die Bühne. Gegen 17:30uhr ging es dann endlich los, zuerst spielten „Schmutzki“ (war super), danach „Bad Religion“ (leider eine ganz schlechte Tonqualität) und „Kraftklub“ (eine super Vorband für die beste Band der Welt – zu einem Konzert in Berlin komm ich gerne mal vorbei).

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Um 20:40uhr ging es dann endlich los, „Die Toten Hosen“ kamen und spielten über 2 Stunden!!! Die große unsichere Frage war, hält Campinos Stimme? Ja und wie sie gehalten hat!

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Es war ein sehr emotionales, Gänsehaut pur Konzert – es wurde „Nur zu Besuch“ gespielt und „Steh auf“ – für Wölli, der ehemalige Bandkollege, welcher an Krebs erkrankt ist, war für diesen Moment mit auf der Bühne!

Natürlich gab es auch ein tolles Statement für Flüchtlinge #Refugees Welcome“ und nicht nur von der Bühne, sondern auch von ganz vorne, vor der Bühne, vom Publikum! Passende Lieder haben die Jungs auch dazu „Europa“ und „Willkommen“!!! Es sind nicht die neusten Songs, aber zur aktuellen Lage sehr aussagekräftig!!!

Es durften auch andere große Lieder nicht fehlen wie: „Bonnie & Clyde“, „Liebesspiel“, „Auswärtsspiel“, „Jägermeister“, „Alles aus Liebe“, „Pushed Again“, „Schönen Gruß“, „Freunde“ und natürlich noch viel mehr.

Gegen 23:10Uhr war es dann leider schon wieder vorbei aber natürlich nicht ohne „You will never walk alone“!

Dann ging es nach Hause, dachte ich – es fuhr aber kein Zug mehr nach Berlin und am HBF Leipzig wurde um 24Uhr alles zugemacht – es war doch so arschkalt!

Ich wollte noch schnell mal aufs WC – eins hatte noch auf bei „Burger King“ hier brauchten wir einen Schlüssel, also bat ich meine Assistentin diesen zu besorgen – ich bin extra mitgefahren, durch die Menschenmenge. Was hier passierte war einfach nur Diskriminierend (aufs WC gehen ist ein Menschenrecht und nur weil Tini pinke Haare hat ist sie kein Mensch den man so behandeln darf), Tini fragte nett nach dem Schlüssel und erst mal wurde sie ignoriert, dann bekam sie als Antwort: „Ob sie hier was bestellt habe?“, „Nein, wir wollen auch nur auf das einzige noch offene WC für Rollifahrerinnen“. Nach einer bösen Diskussion und etwas lauter werden haben wir ihn dann auch bekommen.

Natürlich haben wir uns die Nummer vom Geschäftsführer geben lassen, so was geht einfach nicht.

 

Wir schauten dann wie wir mit Schienenersatzverkehr, S-Bahn und Regionalbahn nach Berlin kommen konnten. Niemand konnte uns eine hilfreiche Info geben, also dank des Smartphone haben wir dann gesehen das es mit der Straßenbahn zur Messe ging und von dort eine S-Bahn nach Bitterfeld fuhr – dies haben wir dann auch gemacht. Eigentlich hatten wir die Hoffnung eine kleine Eckkneipe in Bitterfeld zu finden um die 3 Stunden bis zur Abfahrt nach Berlin zu überbrücken, leider ist Bitterfeld Tot, zumindest nachts! Also sind wir bis Halle gefahren und durften dank einer netten Schaffnerin im Zug bleiben, da dieser 2 Stunden später nach Berlin fuhr. Um 6:42uhr sind wir dann endlich in Berlin angekommen und waren 7:30Uhr total KO im Bett.

 

Da das Konzert und die Jungs aber einfach mega genial waren, ist dies alles fast schon wieder vergessen!!!

Ich freue mich schon auf das nächste Konzert und evtl. erfüllt sich ja auch irgendwann mal mein Wunsch die Jungs Backstage zu treffen. #Hoffnungsvoll!!!